„Ganz oben auf der Liste“ – Bayern intensivieren Interesse an Marc Guéhi
Der FC Bayern München scheint seine Hausaufgaben in Sachen Innenverteidigung gemacht zu haben – und ein Name steht laut „Bild“ nun ganz oben auf der Prioritätenliste: Marc Guéhi. Der englische Nationalspieler von Crystal Palace soll demnach das bevorzugte Ziel des Rekordmeisters sein, während Nico Schlotterbeck vom BVB nicht mehr als Wunschlösung gilt.
Guéhi statt Schlotterbeck – eine strategische Entscheidung
Wie aus dem Umfeld des Klubs zu hören ist, hat sich die sportliche Leitung der Bayern in den vergangenen Wochen intensiv mit mehreren Kandidaten für die vakante Position in der Innenverteidigung beschäftigt. Nach einer durchwachsenen Saison, in der defensive Stabilität phasenweise fehlte, sucht man an der Säbener Straße nach einem Abwehrchef, der Tempo, Antizipation und fußballerische Klasse vereint.
Marc Guéhi erfüllt dieses Profil in vielerlei Hinsicht. Der 24-jährige Verteidiger hat sich bei Crystal Palace zu einem der konstantesten und athletisch stärksten Abwehrspieler der Premier League entwickelt. Besonders seine Ruhe am Ball, seine Zweikampfstärke und sein gutes Stellungsspiel haben offenbar Eindruck in München hinterlassen. Auch seine Leistungen bei der EM 2024, wo er sich im Trikot der „Three Lions“ auf der großen Bühne bewies, sollen die Bayern-Bosse überzeugt haben.
Erste Gespräche laufen – Crystal Palace zeigt sich hart
Nach Informationen von „Bild“ wurden bereits erste informelle Gespräche mit Guéhis Umfeld geführt. Eine offizielle Kontaktaufnahme mit Crystal Palace steht noch aus, allerdings ist man sich in München bewusst, dass ein Transfer kein Selbstläufer wird. Der Premier-League-Klub ist bekannt dafür, seine Leistungsträger nicht unter Wert abzugeben – und Guéhi steht noch bis 2026 unter Vertrag. Eine Ablösesumme jenseits der 50 Millionen Euro dürfte erforderlich sein, um Palace zum Einlenken zu bewegen.
Kommt der neue Boss für die Bayern-Abwehr?
Die Entscheidung, Guéhi vor Schlotterbeck zu priorisieren, soll auch mit taktischen Überlegungen von Neu-Trainer Vincent Kompany zusammenhängen. Der Belgier bevorzugt ein spielstarkes, flexibles Abwehrzentrum – und Guéhi, der selbst unter Kompanys Landsmann Patrick Vieira bei Palace stark aufblühte, passt besser ins System als der deutlich robustere, aber weniger agile Schlotterbeck.
Intern hofft man nun, den Transfer noch vor dem Ende der Hinrunde perfekt machen zu können, um Guéhi möglichst schnell ins Team zu integrieren. Der Spieler selbst soll einem Wechsel nach München offen gegenüberstehen – insbesondere die Aussicht, regelmäßig in der Champions League zu spielen, reizt den Engländer.
Sollte der Deal über die Bühne gehen, hätte Bayern nicht nur ein Zeichen auf dem Transfermarkt gesetzt, sondern möglicherweise auch die langfristige Lösung für das Zentrum der Viererkette gefunden. Es bleibt spannend.